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Multimediale Exposition |
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Die multimediale Exposition geht von dem Konzept des siegreichen Entwurfs aus, der auf der Konfrontation des schroffen Betonraums mit Lichtbildern der bereits nicht mehr existierenden Menschen und deren Gemeinde, auf der Erinnerung an die Gesichter und die Namen, die aus dem Gedächtnis nicht verschwinden sollten, basiert. Gegenüber üblichen Verfahrensweisen wird in diesem Fall der wesentliche Teil der gestalterischen Lösung der künftigen Exposition als Bestandteil des Baus realisiert. Die Anwendung von Projektionen belebt die Betonflächen durch Abdrücke der einzelnen Bilder von alten Zeiten. Die durch Projektoren präsentierten Aufnahmen sind aus authentischen Archivmaterialien, Fotografien aus dem Lidicer Depositar zusammen geschnitten und durch später gedrehte Filmaufnahmen im Stil der alten Familienfilme ergänzt. Die Exposition hat Pietätcharakter und ist, außer den Lichtprojektionen, auch durch einige erhaltene Gegenstände der vernichteten Gemeinde gebildet. Die neue Multimediale Exposition des Museums der Gedenkstätte Lidice bietet dem Zuschauer einen emotiven Eintritt in die bewegte Geschichte, die jede beliebige Gemeinde auf dem Gebiet des Protektorats Böhmen und Mähren hätte betreffen können. Die Bilder der alten Zeiten, die an den Wänden des Labyrinths der Vergangenheit lebendig werden, gehen von den neuesten historischen Forschungen aus. Sie sollen den Besuchern den Zweiten Weltkrieg sowie die einzelnen menschlichen Leben näher bringen. Im Souterrain des Objekts ist die historische Feuerspritze als Bestandteil der Exposition untergebracht, ferner befinden sich hier die Museumsdepositare und technische Räumlichkeiten der Gedenkstätte Lidice. Autor des bildenden Expositionsteils ist Mgr. B. Prokupek, Autoren des historischen Drehbuchs sind die Mitarbeiter der VHÚ, Dr. E. Stehlík, Mgr. M. Burian , und Autor des ideellen Vorhabens ist Dr. J. Žalman aus dem Kulturministerium der ER. Autor der Mutivisionen ist Dokumentarist Pavel Štingl.
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