UMRISSE DER URSPRÜNGLICHEN GEMEINDE


Dank der Arbeit des Topografischen Militärinstituts können wir in der Museumsrezeption der Gedenkstätte Lidice eine Videoaufnahme mit der Simulierung von Umrissen der ursprünglichen Gemeinde Lidice sehen. Während des virtuellen Überflugs über dem Pietätgebiet und dem neuen Lidice beginnen sich vor uns aus schweigender Landschaft die Silhouetten der bereits nicht bestehenden Häuser abzuzeichnen. Mittels der modernen Technik können wir uns so viel besser vorstellen, was für eine Gemeinde Lidice ursprünglich war.

Mit Rücksicht auf technisch anspruchsvolle Abbildung der ganzen Videoaufnahme auf den Webseiten legen wir Ihnen wenigstens eine statische Abbildung der Gemeindeumrisse vor.

Ansicht der Abbildung

Ansicht der Abbildung

Diese Abbildung wurde nach Flugaufnahmen aus den Jahren 1938 und 2005, die uns aus dem Armeearchiv durch die Geografische und hydrometeorologische Behörde Dobruska zur Verfügung gestellt wurden, bearbeitet.

Entwurf – Aleš Kachlík – Student der grafischen Schule Michael, in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Čestmír Slenička.

Der amtliche deutsche Bericht über den Eingriff in Lidice am 10. Juni 1942 wurde in der Protektorats- und reichsdeutschen Presse am folgenden Tag, dem 11. Juni 1942, herausgegeben und gedruckt. Unter anderem führte er an:

"Gemeinde Lidice … aus der Karte gelöscht…"

Nur in wenigen Fällen wissen wir, unter welchen Bedingungen, jedoch auch Opfern und unter welchem Mut es gelang, diese Absicht zu verhindern. Das gilt auch für das VGHÚ-Archiv in Dobruška.

Die Abbildung ermöglicht, die Lage der Gemeindegebäude aus dem August 1938 auf dem 2006 aufgenommenen Pietätgebiet aufzulösen. Ohne gerettete und bisher erhaltene Flugaufnahmen der ursprünglichen Gemeinde Lidice und der Umgebung wäre diese Karte jedoch nicht entstanden. Es geht erst um den Umfang der Ausnutzung dieser archivierten Dokumente.

Bereits heutzutage kann jedoch die kleine Karte den Besuchern der Gedenkstätte Lidice für die Orientierung auf dem Pietätgebiet oder als Hilfsmittel für die Führungsdienste dienen. Sie wird auch den lebenden Augenzeugen und deren Nachkommen sowie den Pädagogen bei ihrer Arbeit helfen.

Die in den archivierten Originalen erhaltene Auflösung hat eine viel breitere Ausnutzung. Die weitere Ausnutzung wird auch von dem vorzubereitenden Bildungszentrum der Gedenkstätte Lidice abhängig sein.

Abschließend ist es nicht möglich, alle diejenigen, die sich um die Herausgabe und die Vorbereitung der Ausnutzung dieses Hilfsmittels sowohl in der Geografischen und hydrometeorologischen Behörde als auch in der Gedenkstätte Lidice und anderswo verdient machten, aufzuzählen. Der Dank gebührt allen, insbesondere dann der Leiterin der VGHÚ-Archiv Marie Hájková, den Mitarbeitern der Gedenkstätte Lidice Martina Pešková und Aleš Kachlík, Student der grafischen Schule Michael.

Annotation: Dipl.-Ing. Čestmír Sklenička aus Lidice

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