Geschichte der Gedenkstätte bis zum Jahre 2000

Das Denkmal am Grabe der Männer aus Lidice wurde von den Soldaten der Roten Armee unter der Leitung des Oberstes Pankov errichtet. Es wurde am 3. Juni 1945 enthüllt. Die erste Totenfeier wurde am 10. Juni 1945 abgehalten. Während dieser Totenfeier machte der damalige Innenminister Václav Nosek bekannt, dass eine neue Gemeinde Lidice erbaut werden soll. Der Grundstein der neuen Gemeinde wurde im Mai 1947 gelegt.

Anfangs der 50-er Jahre wurde das erste Museum eröffnet. Der Dokumentarfilm über die Tragödie in Lidice wurde in den Wohnbaracken in Lidice gezeigt. Im Jahre 1962, anlässlich des 20.Jahrestages der Tragödie von Lidice, wurde das neue Museum festlich eröffnet, das nach Entwurf des Architekten František Marek erbaut wurde.

Im Juni 1955 wurde der Garten des Friedens und der Freundschaft festlich eröffnet. Den Anstoss zu diesem Garten gab der englische Arzt Barnett Stross, Mitglied der Bewegung "Lidice shall live". Man spendete für diesen Garten 29 000 Rosenstöcke und Rosensträucher aus aller Welt. Die Rose wurde zum Symbol der neuen Gemeinde Lidice.

Das Schicksal der kleinen böhmischen Gemeinde wurde auch zur Inspiration für Künstler.

Das Hauptwerk, das sich im Areal der Gedenkstätte befindet, ist das Denkmal der Kinder von Lidice, die in der polnischen Stadt Chelm ums Leben kamen. Es handelt sich um ein Werk der akademischen Bildhauerin Marie Uchytilová. Es geht ohne Weiteres um ein einzigartiges eindruckvolles Werk. Frau Marie Uchytilová widmete es den Kinderopfern des 2. Weltkrieges.

Die ersten Statuen fanden hier ihren Platz schon im Jahre 1995, das ganze Denkmal wurde erst im Jahre 2000 fertig. Die ganze Statuengruppe konnte dank der hiesigen und ausländischen Spender in Bronze abgegossen werden.

N Im Areal der Gedenkstätte befinden sich weiter die Statue der trauernden Mutter am Grabe der Männer von Lidice und die Statue der Mutter mit Kind an den Fundamenten der ehemaligen Schule von Lidice. Der Autor dieser Statuen ist der akademische Bildhauer Bedřich Stefan. Weiter kann man hier an den Fundamenten der ehemaligen Kirche eine Statue der Frau finden, die ihr Gesicht vor Flammen des brennenden Dorfes schützt. Es ist ein Werk von Professoren Karel Lidický. Im Rosengarten ist die Statuengruppe eines Jungen mit einem Mädchen zu sehen, die von ihrem Autoren -Bildhauer Karel Hladik -"Frieden" benannt wurde .

Im Jahre 1967- anlässlich des 25. Jahrestages der Ausrottung der Gemeinde- forderte Sir Barnett Stross die Künstler in aller Welt auf, mit ihren Werken zur Gründung der Kunstsammlung von Lidice beizutragen. Die Sammlung enthält Werke der modernen bildenden Kunst.

Nach dem November 1989 kamen für die Gedenkstätte in Lidice schwere Zeiten. Man begann allmählich Lidice zu vergessen, die damaligen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verbanden Lidice mit Unrecht mit dem kommunistischen Regime. Sie leisteten der Gemeinde keine Finanzmittel für den Betrieb des Museums und des Rosengartens gewähr. Sie erforderten, dass die Gemeinde sämtliche Verwaltung der Gedenkstätte samt des Rosengartens übernimmt, das selbstverständlich für das Gemeindebudget nicht möglich war. Diese komplizierte Situation spizte sich in dem Moment zu, als der Rosengarten fast verging.

Der Wiederaufbau der Gedenkstätte begann im Jahre 2001, als das Kulturministerium am 30.12.2000 die Beitragsorganisation Gedenkstätte Lidice errichtete.

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